Klein Scharrel auch heute jünger als Edewecht…………

 

Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Klein Scharrel am 07. Februar 2020

 

 

Nicht so wichtig nehmen sollte man diese Überschrift, wenn auch auf der 63. Jahreshauptversammlung des Ortsvereinsvereins Klein Scharrel durch die Vorsitzende Paula Wachtmeester ganz exakt belegt wurde, dass das Durchschnittsalter im Ort mit 41 Jahren vier Jahre unter dem der Gemeinde liegen würde.

Nach der Begrüßung der 50 anwesenden Bewohner des Ortes durch die Vorsitzende und einer Gedenkminute für die Verstorbenen wurde der leider abwesende Ralf Ostendorf für seine 20-jährige Mitgliedschaft im Ortsverein geehrt. Ralf Ostendorf betreut zudem als Vertrauensmann seit vielen Jahren die Bewohner an der B401 am Küstenkanal.

Rückblick

Im Anschluss würdigte Paula Wachtmeester in einem Rückblick auf das vergangene Jahr die Leistungen der Vereinsmitglieder, ohne die der reichhaltige Veranstaltungskalender nie zustande gekommen wäre. Auch von den örtlichen Vereinen würde sehr viel dazu beigetragen, dennoch müsse permanent weiter dafür gearbeitet werden. Für neue Ideen sei man deshalb immer offen.

Wie schon angedeutet kam bei diesem Rückblick auch die Statistik nicht zu kurz. Per 31.12.2019 lebten in Klein Scharrel 1231 Personen, wobei sich diese Gesamteinwohnerzahl auf folgende Altersgruppen verteilte: 0 - 18 Jahre = 280;  19-44 Jahre = 371; 45-59 Jahre =303; 60-74 Jahre= 187; 75 Jahre und älter= 90. Damit kommt man auf ein Durchschnittsalter von 41 Jahren und liegt dabei eben um vier Jahre unter dem der 22815 Einwohner zählenden Gemeinde Edewecht.

Besonders intensiv ging Paula Wachtmeester auf das Ereignis des Jahres ein, die 225-Jahr-Feier am 6. und 7. September auf dem Hof der Familie von Aschwege. Sie ließ noch einmal die Veranstaltung Revue passieren und dankte ausdrücklich allen Helfern, aber auch den Einwohnern des Ortes, ohne die eine derartige Präsentation nicht möglich gewesen wäre. Sie stellte ausdrücklich heraus, dass diese Feier ein voller Erfolg war.

 

Glasfaser und Dorferneuerung

 

Während die meisten Veranstaltungen in der jährlichen Ortszeitung bereits genannt worden waren, wurden hier nun auch einige weitere Themen im Detail angesprochen.  So fand zum Beispiel am 7. November in den Räumen der DMK Edewecht (Molkerei) eine Veranstaltung zur Versorgung mit  Glasfaserleitungen für ein schnelles Internet in der Gemeinde statt. Es würde ein flächendeckendes Netz angestrebt, dessen Umsetzung könnte allerdings noch bis zu sechs Jahren dauern. Nicht unerwartet führte diese Feststellung zu Gelächter unter den Versammelten.

Angesprochen wurde auch die sich in der Planung befindende Dorferneuerung Edewecht-Ost. Neben vielen kleinen Wünschen wird dabei als Hauptziel für Klein Scharrel die Umgestaltung des Sportlerheims in ein Dorfgemeinschaftshaus für die örtlichen Vereine, eventuell mit Kindertagesstätte, angestrebt. Damit einhergehen müsste auch eine Neugestaltung des Dorfplatzes mit dem Ziel, die Mitte der Ortschaft zu betonen und ihr ein Gesicht zu geben. Es wäre schön für Klein Scharrel, wenn ein Teil der Wünsche erfüllt werden könnte.

 

Kassenprüfung

 

Dem Vortrag der Vorsitzenden folgte der Bericht des Kassenwartes Thomas Reil, der in detaillierter und anschaulicher Weise die finanziellen Verhältnisse des Vereins offen legte. Dabei wurde diese eher trockene Materie, - Ausgaben, Einnahmen, Spenden, Gewinne, Verluste… -,  für alle äußerst transparent. Die Entlastung durch die Kassenprüfer Heinz Schütte und Siegfried Sesko war die logische Folge.

 

 

 

Wiederholung des Rudelsingens?

 

Thomas Reil nutze diese Gelegenheit, um noch einmal auf das zur 225-Jahrfeier veranstaltete Rudelsingen einzugehen, dass sich nicht nur seiner Meinung nach von einem zunächst etwas belächeltem Unternehmen  zu einem vollen Erfolg gemausert hat. Von vielen Seiten sei er schon während der Veranstaltung und erst Recht danach auf die Möglichkeit einer Wiederholung angesprochen worden, - ein Gedanke, der von einem kleinen Organisationsteam unter seiner Leitung bereits aufgenommen worden ist. Angestrebt ist dabei eine Zusammenarbeit mit dem Schützenverein, da das vorhandene Festzelt am Schützenfestfreitag genutzt werden könnte. Dabei würde der Ortsverein nicht nur die komplette Organisation übernehmen sondern auch ein mögliches finanzielles Risiko tragen. Damit würde eine Win-Win-Situation erreicht: Der Ort bekäme ein auch für Auswärtige interessantes Event zu realisierbaren Bedingungen mit überschaubarem Risiko und der Schützenverein einen Schützenfestfreitag, wie es ihn seit Jahren nicht mehr gegeben hat. Thomas Reil wies dabei auf die guten Erfahrungen des Schützenvereins Jeddeloh I hin, der mit dem Rasenmähertreckerrennen schon seit ein paar Jahren einen ähnlich interessanten Event vorzuweisen hat. Thomas Reil bat die anwesenden Schützen darüber nachzudenken, ob dies nicht eine gute Veranstaltung für beide Vereine wäre, und im Rahmen ihrer Zugehörigkeit auf der anstehenden Jahreshauptversammlung des Schützenvereins für die Veranstaltung „Rudelsingen“ zu werben.

 

Wahlen

Bei den anstehenden Wahlen zum Vorstand des Ortsvereins wurden mit der Vorsitzenden Paula Wachtmeester, der stellvertretenden Vorsitzenden Siegrid Schlörmann und der Schriftführerin Anke Hotes die bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt.

 

Vertreter im Gemeinderat: Dirk von Aschwege

 

In einem „aktuellen Teil“ nahm der Vertreter des Ortes im Rat der Gemeinde Edewecht, Dirk von Aschwege, Hinweise zu den Nöten und Wünschen der Einwohner entgegen, um sie gegenüber der Gemeindeverwaltung zu vertreten. Diese bezogen sich im Wesentlichen auf die Verkehrssituation im Ort, auf den Erhaltungszustand von Wegen und Straßen, aber auch auf die Situation des Spielplatzes im Neubaugebiet. Dirk von Aschwege wies dabei auch auf die Schwierigkeiten der Gemeinde hin, für viele Arbeiten zeitnah geeignete Firmen zu engagieren. Er betonte deutlich die Notwendigkeit des Mitwirkens der Einwohner. So könnten diese bei öffentlichen Ausschusssitzungen intensiv Einfluss auf die Geschicke des Ortes nehmen. Hier sei die Beteiligung bisher einfach zu gering.

Mit der Bekanntgabe des Veranstaltungskalenders beschloss Paula Wachtmeester den Abend und wünschte den anwesenden einen guten Heimweg.

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