von Paula Wachtmeester

 

 

Auch wenn sie seit vier Jahren im Seniorenheim in Altenoythe lebt, ist unsere ehemalige Einwohnerin unserem Ort noch immer fest verbunden. Am 30.12.2023 feierte sie nun ihren 100. Geburtstag.

 

Zusammen mit Fritz Oltmanns vom Schützenverein habe ich Frieda Wieting besucht und ihr gratuliert.

 

Frieda mit Fiddi Oltmanns

Frieda mit Paula Wachtmeester

 

Seit 2020 lebt sie dort in Altenoythe und ist nach wie vor frohen Mutes und guter Dinge. Sie freute sich über unser Präsent (Orchidee) und ganz besonders über die so liebevoll gestaltete Geburtstagskarte. Die letzte Geburtstagskarte zum 99. Geburtstag hatte sie in einen Bilderrahmen an der Wand in ihrem Zimmer aufgehängt. Ebenso den Kalender von vor zwei Jahren mit Motiven aus Kein Scharrel. So hat sie ein „Stückchen Heimat“ immer in ihrer Nähe.

 

 

In einem Artikel der „Münsterländischen Tageszeitung“ vom selben Tag wird ihr Lebenslauf kurz zusammengefasst:

 

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten hat Frieda Wieting 1933 noch als 9-jähriges Mädchen erlebt, bei Kriegsausbruch war sie 15. Am 30. Dezember 2023 feierte die Seniorin im Seniorenwohnheim am Pastorenbusch in Altenoythe ihren 100. Geburtstag.

Geboren wurde Frieda Wieting in Bockhornerfeld in Friesland. Ende der 30er Jahre lernte sie in Edewecht, wo sie bei einem großen Landwirt arbeitete, ihren späteren Mann Helmut kennen, der zu diesem Zeitpunkt im Arbeitseinsatz bei der Post war und später im Küstenschutz eingesetzt wurde. Am 8. Dezember 1943 heirateten die beiden. Am 5. Februar 1944 kam Sohn Hartmut zur Welt. Frieda wohnte damals bei den Schwiegereltern in Klein Scharrel (heute Harbern I). Kurz nach dem Kriegsende kam Helmut nach Hause, 1948 zog die Familie auf die nördliche Seite des Küstenkanals. Zunächst in einen geerbten Hof, 1970 in das neu gebaute Haus in Klein Scharrel. Da waren die beiden Kinder -1951 war Sohn Harald zur Welt gekommen -schon erwachsen. Frieda Wieting fing wieder an zu arbeiten und zwar bei der EWE in Oldenburg, später bei der Bäckerei Janssen.

Am 8. Dezember 2016, dem 73. Hochzeitstag starb Ehemann Helmut mit 95 Jahren, bis Januar 2020 blieb Frieda Wieting im eigenen Haus, dann zog sie mit 96 Jahren in das Seniorenheim. Ein Geheimnis für ein langes Leben hat sie nicht, sagt sie. Das sei auch ohne Sport gegangen, die Arbeit im Garten hätte ausgereicht.

 

Wir erlebten mit ihr an diesem Samstag einen harmonischen Vormittag. Ein Akkordeonspieler der Musikgruppe Altenoythe brachte ihr ein Geburtstagsständchen. Weitere Gäste

aus der Familie, ihr Sohn und ihre Schwiegertochter, sowie der Bürgermeister aus Friesoythe und eine Vertreterin des Landkreises Cloppenburg kamen zum Gratulieren. Dann wurden Urkunden vorgelesen und überreicht. Sie vervollständigen nun die bereits zahlreich an der Wand hängenden Urkunden früherer Ereignisse.  Dieses Mal wurde auch eine Urkunde vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil aus Hannover verlesen.

Dazu der Kommentar von Frieda: Dor wör ick noch nie“ !!

 

Wir wünschen ihr noch viele glückliche Stunden und hoffen, dass wir sie an ihrem 101. Geburtstag wieder besuchen und ihr gratulieren dürfen.

 

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