Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. (Martin Luther)

 

Pflanzaktion der Jägerschaft

 

Text von Anke Fockenberg

 

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Bei Bratwurst und Bier waren Jäger des Jagdbezirks Friedrichsfehn/Klein Scharrel und Sebastian Heinje, Inhaber der gleichnamigen Baumschule, ins Gespräch gekommen.
Beide Parteien bewirtschaften bzw. bejagen dieselben Flächen in Friedrichsfehn/Klein Scharrel, die daher sozusagen Produktionsstätte und Lebensraum zugleich bilden. Beide Parteien ernten, was ihnen die Natur bietet, sodass sie ein natürliches Eigeninteresse an einer intakten Arten- und Pflanzenvielfalt haben. In Anbetracht dieser Interessenüberschneidungen waren Möglichkeiten der Kooperation schnell ausgelotet:

 

So erklärten sich die ortsansässigen Jäger Georg Zumnorde und Daniel Bernett bereit, zukünftig auf die Verpachtung ihnen gehörender landwirtschaftlicher Flächenanteile zu verzichten und diese stattdessen der Anpflanzung von Obstbäumen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
Die Baumschule Heinje, welche unter der Marke „Fruchtbengel“ zahlreiche Obstbaumarten produziert sowie zugleich Innovationstreiber und Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in der grünen Branche ist (Einsatz von recyclingfähigen Pflanztöpfen, Neonicotinoid-freier Pflanzenschutzmittel, Wasserrücklaufsystemen, etc.), stellte rund 100 Obstbäume im Wert von 2.000,- EUR kostenlos zur Verfügung.
Diese wurden schließlich von den Jägern des Jagdbezirks Friedrichsfehn/Klein Scharrel in einer kurzfristigen Aktion im November 2023 angepflanzt und verbessern fortan den Lebensraum von Vögeln, Insekten und heimischem Wild.
Auch wenn dadurch nicht die globalen Klimaprobleme gelöst werden, so ist es dennoch ein Beispiel für angewandten Naturschutz durch private und unternehmerische Eigeninitiative.

 

 

[....] = Kürzungen durch die Redaktion

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