
Thomas Reil und Henning Schmuck, Fotos: Paula Wachtmeester und Maren Schmale
Am 17. August trafen wir uns voller Vorfreude zur Radtour der örtlichen Vereine an der Schützenhalle Klein Scharrel, um gemeinsam dieses Mal unter der Regie des Schützenvereins eine abwechslungsreiche Radtour zu unternehmen. Insgesamt rund vierzig Radlerinnen und Radler hatten sich in diesem Jahr angemeldet. Bei gutem Wetter und bester Stimmung machten wir uns auf den Weg.
Die erste Etappe führte uns über die Küstenkanalbrücke nach Harbern II, wo wir unsere erste Pause einlegten und die schöne Umgebung genossen. Anschließend radelten wir weiter zum Sportlerheim Achternmeer. Dort wartete eine besonders gemütliche Rast auf uns: Bei belegten Brötchen, Kaffee und Tee in den Vereinsräumen konnten wir uns stärken und neue Energie sammeln.

Gut gelaunt setzten wir die Tour in Richtung Oberlethe fort. An der Ecke Ziegeleiweg/Hinterm Esch machten wir eine weitere kleine Pause, bevor wir in Wardenburg die Gelegenheit zu einem besonderen Zwischenstopp hatten: die Besichtigung der Alten Schmiede Bunjes. Dieser Einblick in traditionelles Handwerk war für alle ein spannendes Erlebnis.
Frau und Herr Bunjes berichteten in sehr persönlicher Weise viele interessante Dinge aus der Geschichte des Anwesens und ihrer Familie und führten uns durch das Gebäude, das im 18. Jahrhundert erbaut worden ist. Viele Maschinen und Gerätschaften, die auch der Sammelleidenschaft des ehemaligen Betreibers zu verdanken sind, weckten in dem einen oder anderen von uns Erinnerungen an Erlebtes und boten damit Anlass für einen regen Austausch. Diese liebevoll im Ursprungszustand bewahrten Stücke sind ein Geschenk an uns und weitere Generationen.
Aber nicht nur in der Werkstatt, sondern auch in der Praxis für Fußpflege, die Frau Bunjes im Haupthaus des Gehöfts betreibt, finden sich Zeugnisse der Vergangenheit. Der reizvoll umgestaltete Innenraum nimmt Bezug auf die ehemalige landwirtschaftliche Nutzung. Grundstrukturen sind zu erahnen. Mitten in der Diele trifft man auf einen Tresen, dessen Oberfläche verglast ist. Darunter finden sich viele Erinnerungsstücke aus der Familiengeschichte. Das skurrilste darunter ist ein handgeschriebenes Rezeptbüchlein für die Schnapsbrennerei. Auch dafür gab es hier einst eine Lizenz.
Vielen Dank an Sie, Frau Bunjes, für die spannenden Informationen!
Denen, die ihre Füße noch in diese Fußpflegepraxis tragen, kann man sagen: es lohnt sich sicherlich in vielfacher Weise! 😊

Weiter führte uns die Fahrradstrecke nach Westerholt, wo wir an der Ecke „De Öle Melkbock“ eine letzte Rast einlegten. Schließlich erreichten wir wieder unser Schützenhaus, wo der Tag bei einem gemütlichen Grillen seinen geselligen Abschluss fand.
Unsere Radtour war rundum gelungen – abwechslungsreiche Stationen, leckere Pausen, gemeinsames Erleben und viel gute Laune haben den Tag unvergesslich gemacht. Vielen Dank an den Festausschuss des Schützenvereins für die tolle Organisation.
Alle Teilnehmer waren sich einig: So eine Tour darf gern bald wiederholt werden!