von Thomas Reil

Am 6. Februar 2026 fand im Sportlerheim Klein Scharrel die Jahreshauptversammlung unseres Ortsvereins statt – die erste unter meiner Leitung als Vorsitzender. Ich durfte zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen. Besonders begrüßte ich unseren Ratsherren Dirk von Aschwege, unseren Ortsvorsteher Andreas Berlage, seinen Stellvertreter Richard Sandmann sowie den Schriftführer des TSV, Frank Wübbenhorst, und den Kassenwart Bastian Weimar.

Die geplante Vorstellung des Nähcafés „eingefädelt“ musste leider kurzfristig entfallen, da sich die Leiterin Sabrina Steinkamp krankheitsbedingt abmelden musste.

Zu Beginn bat ich die Anwesenden, sich für eine Gedenkminute zu erheben. Nachdem ich die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitbürgerinnen und Mitbürger verlesen hatte, folgte eine kurze Zeit des stillen Innehaltens.

Ein besonderer Moment des Abends war die Ehrung von Siegrid Schlörmann. Mit einem Blumenstrauß durfte ich ihr für ihr außergewöhnliches Engagement danken. Sie ist seit 25 Jahren – also seit 2001 – im Festausschuss aktiv und bekleidet seit 2009 das Amt der 2. stellvertretenden Vorsitzenden. Dieses langjährige und verlässliche Engagement verdient höchste Anerkennung.

In meinem anschließenden Bericht blickte ich auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück. Zum 31.12.2025 zählte Klein Scharrel 1.242 Einwohner (2024: 1.221) bei unverändert 476 Haushalten – ein Zuwachs von 21 Einwohnern. Der Ortsverein selbst hat aktuell 181 Mitglieder (2024: 180), mit fünf Zugängen und vier Abgängen also ein Plus von einem Haushalt.

Der Ortsverein versteht sich als Interessenvertretung aller Einwohnerinnen und Einwohner Klein Scharrels. Dafür investieren unsere aktiven Mitglieder viel Zeit und Energie in ihrer Freizeit. Chronologisch stellte ich die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres vor – ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, denn über unsere Veranstaltungen berichten wir regelmäßig ausführlich auf unserer Homepage.

Das Jahr begann im Januar mit dem 4. Tannenbaumweitwurf am 11.01. – eine rundum gelungene Veranstaltung für Jung und Alt mit attraktiven Preisen. Besonders wichtig ist uns, dass in verschiedenen Altersklassen geworfen wird – bis hin zur Seniorenklasse. So hat wirklich jeder eine faire Gewinnchance.

Im Februar 2025 fand am 07.02. die Jahreshauptversammlung statt, bei der der Wechsel im Vorsitz von Paula Wachtmeester zu mir vollzogen wurde.

Im März wurde am Scharrelsberg im Rahmen der Dorfentwicklung Edewecht Ost eine neue Rasthütte aufgestellt – eine von neun in der Gemeinde. Einige Freiwillige schmückten sie mit einer Richtkrone. Am 15.03. feierten wir erstmals unsere gemeinsame Dorfkohlfahrt mit dem TSV Klein Scharrel. Rund 40 Gäste nahmen teil. Diese Veranstaltung war ein starkes Zeichen für die gewachsene Zusammenarbeit der Vereine. Die nächste Kohlfahrt findet am 07.03.2026 statt. Start und Ziel sind bewusst am Sportlerheim gewählt, damit auch mobil eingeschränkte Personen teilnehmen können.

Der April war geprägt von der Dorfreinigung, der Strauchanfuhr zum Osterfeuer, das dann sehr gut besucht wurde. Gemeinsam mit unseren fackeltragenden Kindern wurde das Feuer später fachgerecht entzündet. Tage später wurde es von der Feuerwehr Jeddeloh II im Rahmen einer Übung mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und endgültig gelöscht.

Im Mai übernahm Marion Reil unseren Instagram-Auftritt und steigerte die Reichweite deutlich – von rund 80 auf 194 Follower, mit inzwischen bis zu 5.300 Aufrufen pro Beitrag. Qualität geht hier klar vor Quantität.
Am 14.05. luden wir zu einem Infoabend ein, um den neuen Vorstand vorzustellen und aktiv um Anregungen zu bitten. Leider war die Resonanz gering. Beim anschließenden Fahrradrundgang durchs Dorf identifizierten wir dennoch einigen Verbesserungsbedarf: Bänke werden überarbeitet, Ortseingangsschilder renoviert und Mängel an die Gemeinde gemeldet.
Beim „Duell der Dörfer“ im Rahmen der 875-Jahr-Feier Edewechts erreichten wir einen respektablen 7. Platz. Außerdem wurde unser WhatsApp-Kanal auf alle Vereine ausgeweitet – ein weiterer Schritt zu enger Zusammenarbeit.

Im Juni fand das Dorfgrillen bei bestem Wetter statt, im Juli die Ferienpassaktion mit Hüpfburg und Lasergewehrschießen beim Schützenverein. Außerdem nahmen wir nominiert von Pastor Dahlke und vom Ortsverein Friedrichsfehn an der Baumpflanz-Challenge teil und pflanzten einen Kirschbaum an der Blühwiese.

Der August stand unter anderem im Zeichen der Hochzeit von Pastor Denis Dahlke und der gut besuchten Radtour der Vereine.

Im September veranstalteten wir das Dorffrühstück. Trotz guter Stimmung sinken hier leider die Teilnehmerzahlen, sodass es 2026 pausiert und 2027 wieder stattfinden soll.

Im Oktober wurde ein Defibrillator für das Sportlerheim angeschafft. Nach Renovierungsarbeiten durch Bastian und Yvonne Weimar hängt das Gerät nun einsatzbereit im Flur. Das Laternelaufen erfreute sich mit rund 80–100 Kindern wieder großer Beliebtheit.

Im November gedachten wir am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt. Die Ü-60-Adventsfeier mit 45 Senioren war erneut ein stimmungsvoller Nachmittag mit Pastor Dahlke und musikalischer Begleitung durch Silvia Schweers.

Im Dezember erhielten wir neue Sitzgarnituren vom Bauhof. Am Heiligabend versammelten sich rund 60 Besucher zur Christvesper im Sportlerheim.

Neben all diesen Terminen fanden regelmäßige Vorstandssitzungen, Arbeitsgruppentreffen und zahlreiche Pflegearbeiten statt – von der Blühwiese über Reparaturen bis zu Gratulationsbesuchen und Flyeraktionen.

Auch im Rahmen der Dorfentwicklung Edewecht Ost war viel Bewegung. Drei beantragte Kleinstprojekte wurden genehmigt. Ein geplanter Beamer sowie das Projekt „Storchennester“ wurden nach sorgfältiger Prüfung verworfen. Erfolgreich umgesetzt wurde hingegen die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung mit sechs neuen Sternen und moderner LED-Technik – gefördert mit 665 Euro.

Für 2026 wurde als neues Kleinstprojekt eine Küche im Vereinsheim beantragt.

Intensiv diskutiert wurde das große Projekt eines Anbaus an das Sportlerheim. Aufgrund veränderter finanzieller Rahmenbedingungen seitens der Gemeinde und der damit verbundenen Risiken haben wir entschieden, dieses Projekt vorerst nicht weiterzuverfolgen. Die Verantwortung und finanzielle Belastung für die Vereine wären aus unserer Sicht nicht vertretbar.

Im Anschluss an meinen Bericht wurde auf eine weitere Aussprache verzichtet. Rieke Lüschen wurde für ihre Kassenführung entlastet. Tanja Bohlen rückt als neue Kassenprüferin nach, Michael de Graaf bleibt ein weiteres Jahr im Amt. Die Wahlleitung übernahm nach vielen Jahren letztmalig Dieter Wachtmeester, künftig wird Andreas Berlage diese Aufgabe übernehmen. Justin Grote und Siegrid Schlörmann wurden als stellvertretende Vorsitzende bestätigt.

Leider fanden sich im Rahmen der Versammlung keine neuen Helferinnen oder Helfer für Vertrauensleute oder Festausschuss. Hier sind wir weiterhin auf Unterstützung angewiesen.

Frank Wübbenhorst berichtete über die geplante 60-Jahr-Feier des TSV vom 29.05.–31.05.2026 mit zahlreichen sportlichen und geselligen Höhepunkten. Mannschaften und Helfer werden noch gesucht – und wir hoffen auf zahlreiche Besucher aus dem Dorf.

Unter „Verschiedenes“ wurde nur das Thema „Verkehrsaufkommen am Schafdamm“ wie im letzten Jahr von Maren Axt vorgebracht. Das Thema wurde im Verlauf des letzten Jahres bei den öffentlichen Sitzungen im Straßen- und Wegeausschuss der Gemeinde Edewecht besprochen. Leider hat dies zu keinen Maßnahmen geführt.

Dirk von Aschwege berichtete, dass im letzten Jahr eine verdeckte Geschwindigkeitskontrolle durch den Landkreis durchgeführt wurde. Die dabei gemessenen Geschwindigkeiten lagen im Normalbereich, so dass der Landkreis auch keinen Handlungsbedarf sah. Dirk betonte nochmals, dass die Gemeinde Edewecht nicht zuständig ist, einzig und allein liegt die Zuständigkeit bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Ammerland. (Anmerkung Henning Schmuck: Sollte mit „verdeckter Messung“ das Aufstellen der weithin sichtbaren elektronischen Warntafel vor der Hausnummer 33 gemeint sein, dann wundert es wenig, dass die vorgeschriebene Geschwindigkeit weitgehend eingehalten wurde……) Evtl. wird dieses Jahr nochmals eine Messung an einem anderen Standort und nicht in der Ferienzeit durchgeführt. Nach dem daraus folgenden Ergebnis wird die Diskussion mit dem Landkreis weitergeführt.

Zum Abschluss bedankte ich mich für das Vertrauen, das mir im vergangenen Jahr entgegengebracht wurde, und bei allen Helferinnen und Helfern, ohne die ein aktives Dorfleben nicht möglich wäre.

Denn am Ende gilt:
Ein Dorf ist das, was die Menschen daraus machen.

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